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01.01.2021Das erste Kind im neuen Jahr

Das Geburtshilfe-Team am Diako: (von links) Chefärztin Ágnes Zirkel, Stationsleiterin Yvonne Schultze, Leitende Hebamme Steffi Gülzow und Dr. med. Anna Treptow, Leitende Oberärztin der Neonatotologie (Foto: Franziska Pilz)

Die Diako-Geburtshilfe verzeichnet trotz Corona höhere Entbindungszahlen

07.25 Uhr erblickte im Diakonissenkrankenhaus Dresden das erste Kind 2021 das Licht der Welt. Der Junge kam ohne Komplikationen zur Welt und ist wohlauf. Insgesamt verzeichnete das Haus 2020 1421 Geburten und damit 14 mehr als im Jahr zuvor. Weil darunter 11 Zwillingsgeburten waren, erblickten 1432 Kinder das Licht der Welt, 750 Jungen und 682 Mädchen. Der Geburtenstärkste Monat war der Juli, in dem 160 Kinder geboren wurden.

„Während dieses Jahres standen wir vor der Herausforderung, unter den strengen Hygienevorschriften eine sichere und dennoch zugewandte geburtshilfliche Begleitung zu realisieren“, konstatiert Chefärztin Ágnes Zirkel. Dass dies dennoch gelungen ist, spiegelt sich in den gestiegenen Geburtenzahlen wider. „Besonders wichtig war vielen Eltern, dass auch während der Corona-Pandemie eine Begleitperson dabei sein durfte“, erinnert sich die Chefärztin. „Das war zu jedem Zeitpunkt möglich. In anderen Bereichen mussten wir uns umstellen, haben dadurch aber viel Neues gelernt.“ So wurden zum Beispiel Kurse online angeboten. Ein Video-Rundgang über die Geburtsstation gibt Eindrücke von den Leistungen, der geburtshilflichen Philosohpie und den Räumlichkeiten.

Die Förderung der Eltern-Kind-Bindung, des Stillens und der gesunden Entwicklung des Kindes sind die Ziele der Geburtshilfe des Diakonissenkrankenhauses Dresden. Bereits 2013 wurde dem Diakonissenkrankenhaus Dresden mit dem Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ von unabhängiger Stelle bestätigt, dass es diesen Zielen gerecht wird. Geburtskliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die B.E.St.®-Kriterien, die auf den internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF beruhen.

Das Besondere am Diako: Neben der babyfreundlich zertifizierten Geburtshilfe verfügt das Haus über eine neonatologische Abteilung, die es in Kooperation mit der Kinderklinik des Städtischen Klinikums Dresden, Standort Neustadt, betreibt. Damit zählt das Diakonissenkrankenhaus Dresden zu den Geburtskliniken mit „Perinatalem Schwerpunkt“. Die Neonatologie ist räumlich in die Wochenstation des Diakonissenkrankenhauses eingegliedert. Hier versorgt speziell geschultes Personal Frühgeborene und kranke Neugeborene intensivmedizinisch, prüft und überwacht die Funktionstüchtigkeit der inneren Organe, legt Atemhilfen an oder verabreicht Infusionen.

Oberärztin Dr. Anna Treptow leitet die Fachabteilung und ist mit im Kreißsaal, wenn eine Risikogeburt bevorsteht. Sie oder ein Kollege stehen rund um die Uhr auf Abruf bereit. Im Falle von Komplikationen nach der Entbindung kann das Kind im Diakonissenkrankenhaus intensivmedizinisch behandelt werden. Eine Verlegung ist in der Regel nicht notwendig. „Wir versuchen, den bindungs- und stillfreundlichen Ansatz auch in der Neonatologie umzusetzen“, betont Dr. Anna Treptow und führt aus: „In den meisten Fällen können wir den direkten Hautkontakt zur Mutter auch ermöglichen, wenn das Kind zum Beispiel eine Atemhilfe braucht.“