Mit der spiroergometrischen Leistungsdiagnostik kann optimal der Leistungszustand festgestellt und verfolgt werden sowie Trainingsbereiche ermittelt und Trainingsempfehlungen abgeleitet werden. Zudem können kardiopulmonale Pathologien während der Belastung ausgeschlossen werden, um die Sicherheit während sportlicher Tätigkeiten zu erhöhen.
Für Sportler*innen leiten wir daraus Trainingsempfehlungen, Leistungsprognosen und das Risiko von sportassoziierten Notfällen ab. Aber auch Patient*innen profitieren von den kardiopulmonalen Diagnosemöglichkeiten. Denn die Diagnostik von Menschen mit unklarer Leistungseinschränkung oder Belastungsdyspnoe stellt oft eine Herausforderung dar.
Bei der Leistungsdiagnostik werden mit Hilfe einer Software die anaerobe Schwelle, die Trainingsbereiche, Trainingsempfehlungen (Herzfrequenz- und Watt-Bereiche) und gewisse Prognosen erstellt. Die erhobenen Befunde bilden die Grundlage für eine individuelle Beratung und ein individuelles Trainingskonzept je nach Ziel der Patient*in bzw. Sportler*in. Die Beurteilung der medizinischen Sicherheit ist uns hier besonders wichtig, denn häufig bleiben sonst Belastungshypertonie und Rhythmusstörungen unter Belastung unerkannt.
Bei Beschwerden wie unklare Leistungseinschränkungen und Belastungsdyspnoe kann eine kardiopulmonale Funktionsdiagnostik, in einigen Fällen mit Spiroergometrie, sinnvoll sein. Die Ursachen für Dyspnoe sind vielfältig, die Ursache kann pulmonal oder kardial sein oder aufgrund von Gefäß- oder Muskelerkrankungen bestehen. Auch kann ein funktionelles Problem wie Trainingsmangel, Adipositas oder eine bewusste oder unbewusste Simulation bzw. Fehlwahrnehmung zugrunde liegen.
Im Ruhezustand sind die Funktionen des Herzens, der Lunge und des Kreislaufes auch bei relevanten Erkrankungen häufig kompensiert und unauffällig, entsprechend haben diese Patient*innen oft keine Ruhebeschwerden. In diesen Fällen sind Belastungsuntersuchungen entscheidend, die Spiroergometrie erfasst alle an der körperlichen Leistung beteiligten Systeme.
Hier finden Sie einen weiterführenden Beitrag zur Spiroergometrie.