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Geschichte

Die Diakonissenanstalt Dresden wurde am 19. Mai 1844  in der Böhmischen Gasse 30 in der Dresdner Neustadt gegründet. Pastor Theodor Fliedner und zwei Diakonissen aus Kaiserswerth eröffneten eine Pflegestation mit sechs Pflegebetten, um kranke und alte Menschen zu pflegen.
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Geschichte

Die Diakonissenanstalt Dresden wurde am 19. Mai 1844  in der Böhmischen Gasse 30 in der Dresdner Neustadt gegründet. Pastor Theodor Fliedner und zwei Diakonissen aus Kaiserswerth eröffneten eine Pflegestation mit sechs Pflegebetten, um kranke und alte Menschen zu pflegen.

1844 – Gründung der Diakonissenanstalt

Am 19. Mai 1844 wird in der Dresdner Neustadt, Böhmische Gasse 30, mit zwei Diakonissen aus Kaiserswerth eine kleine Pflegeeinrichtung mit sechs Pflegebetten eröffnet. Die Diakonissen stammen aus der ersten, von Pastor Theodor Fliedner und seiner Frau gegründeten Diakonissenanstalt in Kaiserswerth bei Düsseldorf.

1846 - Umzug zur Bautzner Straße

Es werden nach und nach Häuser auf dem jetzigen Gelände gekauft (Mathildenhaus, Marthahaus, Pfarrhaus) und neue erbaut (Turmhaus) bzw. Anbauten und Erweiterungen vorgenommen. 1857 wird die 1. Mutterhauskirche im Giebel des jetzigen Turmhauses eingeweiht.

1863 - Gründung der ersten Tochteranstalt

Magdalenenstift in Radebeul, heute Hedwig-Fröhlich-Haus, weitere Häuser in Graal-Müritz (1905) und in Bärenfels (1910). 1866 werden die Hostienbäckerei und die Paramentenwerkstatt eröffnet sowie 1868 der Kindergarten.

1893 – Einweihung des Diakonissenkrankenhauses

Das Krankenhaus öffnet mit 200 Betten an seinem jetzigen Standort die Türen.

1927 – Eröffnung der staatlich anerkannten Krankenpflegeschule

Schon seit Gründung des Hauses bilden die Diakonissen den eigenen Pflegenachwuchs aus. Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Krankenpflegegesetz in Deutschland herausgegeben wird, bildet dieses ab 1927 die Grundlage für die staatlich anerkannte Krankenpflegeausbildung.

1928 - Erwerb des Schwanenhauses

Das Schwanenhaus wird in den Jahren 1933 bis 1935 baulich erweitert, im Februar 1945 zerstört.  

1929 - Einweihung Mutterhauskirche

am jetzigen Standort. Nach der Zerstörung 1945 wird die Kirche neu aufgebaut und 1962 wiedereingeweiht. Im Jahr 1992 erfolgt eine grundlegende Sanierung.

1945 – Bombardierung Dresdens

Das seit 1939 als Reservelazarett genutzte Diakonissenkrankenhaus wird am 13. Februar 1945 zu zwei Dritteln zerstört. Dabei ist niemand umgekommen - die Keller hatten Stand gehalten. Anschließend kann dort auch notdürftig weiter gearbeitet werden.

1965 - 1991 Wiederaufbau des Krankenhauses

1945 beginnt die Arbeit zunächst nur auf den verbliebenen Stationen. Angestoßen von der Kathedrale in Coventry, die in Dresden ein „Zeichen der Versöhnung“ setzen will, wird 1965 der Grundstein für den Wiederaufbau des Krankenhauses gelegt.

Durch den Einsatz junger Leute aus England und von der Aktion Sühnezeichen in Deutschland wird mit der Enttrümmerung und anschließendem Aufbau eines zerstörten Krankenhaus-Traktes begonnen. Als Zeichen der Versöhnung erhält die Diakonissenanstalt am 9. September 1965 das Nagelkreuz von Coventry. In weiteren Etappen werden die zerstörten Teile des Krankenhauses wieder aufgebaut. Erst 1991 können die letzten Ruinen aus dem 2.Weltkrieg beseitigt werden.

1973 - Eröffnung einer Fördertagesstätte für Menschen mit Behinderung

auf dem Gelände des Kindergartens. Damit wird der Grundstein gelegt für die weiteren Einrichtungen zur Betreuung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen.

1991 - Eröffnung Altenzentrum Schwanenhaus

nach Wiederaufbau des alten Schwanenhauses und der Errichtung eines Neubaus. 

1997 - 2001 Gründung von Tochtergesellschaften 

Neustrukturierung der Arbeitsgebiete der Diakonissenanstalt. In diesem Zusammenhang werden einige Bereiche in gewerbliche Tochtergesellschaften ausgegliedert (DIAKO Versorgungs- und Service GmbH sowie DIAKO Verwaltungsgesellschaft mbH). Die Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Altenpflege werden seitdem unter dem Dach der gemeinnützigen Gesellschaften Ev. Behindertenhilfe Dresden und Umland GmbH und der DIAKO Seniorenhilfe GmbH geführt.

1998 – Einweihung des Erweiterungsbaus am Krankenhaus

In dem 1996 bis 1998 errichteten Neubau werden vier moderne Operationssäle, die Funktionsdiagnostik der Inneren Abteilung, die Funktionsdiagnostik der Urologie, die Endoskopie sowie zwei Bettenstationen untergebracht. Die zum Haus gehörende Krankenpflegeschule findet außerdem ihren Platz im Dachgeschoss dieses Gebäudeteiles. 1999 wird das neue Zentral-Labor eingeweiht.

2001 bis 2005 – Erneuerung des Krankenhaus-Altbaus

Der 1893 eingeweihte Altbau des Diakonissenkrankenhauses wird in den Jahren 2001bis 2005 grundlegend modernisiert, dazu zählen u. a. die neue Intensivstation, Stationen der Inneren Medizin und Chirurgie sowie die Krankenhauskapelle.

2002 – Umfangreiche Hochwasserschäden am Diakonissenkrankenhaus

Während des Hochwassers der Elbe im August 2002 muss das Diakonissenkrankenhaus evakuiert werden. Die gesamte Krankenhaustechnik im Keller sowie Funktionsbereiche im Erdgeschoss werden überflutet und zerstört. Nach wenigen Tagen können der vollständige Betrieb wieder aufgenommen und die Schäden in den folgenden Monaten beseitigt werden.

2002 - Erweiterungsbau und die Sanierung des Hedwig-Fröhlich-Hauses

in Radebeul werden abgeschlossen. Damit erhöht sich die Kapazität auf 74 Plätze.

2003 – Eröffnung des Bauchzentrums

Im Bauchzentrum arbeiten auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes spezialisierte Internisten und Chirurgen fachübergreifend zusammen.

2004 – Etablierung des Brustzentrums

Das Brustzentrum wird im Jahr 2004 in Zusammenarbeit mit dem Universitätskrebszentrum (UCC), anderen Dresdner Krankenhäusern sowie niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten etabliert und zertifiziert.

In diesem Jahr findet auch die 160-Jahr-Feier der Diakonissenanstalt Dresden statt. Außerdem wird die Berufsfachschule für Altenpflege eröffnet.

2005 - Diakonissenkrankenhaus erhält Status "Akademisches Lehrkrankenhaus"

2005 verlieh das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst dem Diakonissenkrankenhaus Dresden das Recht, sich als Universitätseinrichtung zu bezeichnen und den Titel "Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden" zu führen. In Folge erhielten einzelne Mitarbeiter des Krankenhauses einen speziellen Lehrauftrag.

2006 - Zertifizierung des Krankenhauses

Im Jahr 2006 wird das gesamte Krankenhaus nach KTQ und proCum Cert zertifiziert und im Jahr 2009 als erstes Krankenhaus Deutschlands nach den Richtlinien der DIN EN ISO 9001 und proCum Cert zertifiziert.

2007 - Zusammenschluss der drei geistlichen Gemeinschaften

Diakonissen, Diakonische Schwestern- und Bruderschaft sowie die Evangelische Mitarbeitergruppe schließen sich zur Diakonischen Gemeinschaft der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden zusammen.

2011 - Zertifiziertes Darmkrebszentrum und neues Patienteninformationszentrum

Ein Teilbereich des Bauchzentrums wird durch die OnkoZert im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft als erstes Darmkrebszentrum mit dem Zusatzmodul Pankreaskarzinomzentrum in Dresden zertifiziert.

Der Träger des Diakonissenkrankenhauses richtet das erste Patienteninformationszentrum in Dresden ein. Patienten und Angehörige erhalten in Kooperation mit verschiedenen Krankenkassen kostenlose Beratung und Informationen.

2012 - Ein Jahr im Zeichen der erfolgreich abgeschlossenen Baumaßnahmen

Eröffnung des Ambulanten Zentrums "Erna Walther Haus"

Im Ambulanten Zentrum "Erna Walther Haus" befinden sich seit Februar 2012 der Ambulante OP-Bereich des Diakonissenkrankenhauses sowie die Gemeinschaftspraxis für Onkologie und Hämatologie Freiberg-Richter und die Gastroenterologische Praxis Dr. Frach.

Einweihung des Kirchenpavillons

Ein großer Beratungs- und Vortragsraum in unmittelbarer Nähe der Diakonissenhauskirche bietet Platz für Singen, Beten und Feiern in diakonischer Gemeinschaft.

Neue Palliativstation in der Klinik für Innere Medizin

Fünf ausreichend große und wohnlich eingerichtete Patientenzimmer, eine Wohnküche, ein Schwesternzimmer und ein Besprechungsraum bilden auf der Palliativstation eine Einheit, die den Bedürfnissen von schwerstkranken Patienten und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase gerecht wird.

Neubau der Interdisziplinären Notaufnahme

Am 19. November 2012 geht die neue interdisziplinäre Notaufnahme am Diakonissenkrankenhaus in Betrieb. Die medizinische Notfallversorgung der Patienten erfolgt in einem modernen Neubau, der an das denkmalgeschützte Gebäude des Krankenhauses angeschlossen ist und sich neben dem Eingang
zur alten Notaufnahme befindet.

2013 Zertifizierungen

Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet Prostatakarzinomzentrum aus

Das Prostatakarzinomzentrum als Teilbereich der Klinik für Urologie wird im März 2013 erfolgreich durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert.

Die Geburtshilfe wird als "Babyfreundlich" zertifiziert

Von der WHO/UNICEF-Initiative erhält die Geburtshilfe in der Frauenklinik des Diakonissenkrankenhauses im September das Qualitätssiegel "Babyfreundlich".

2014 - Jubiläumsjahr

Die Diakonissenanstalt Dresden feiert ihr 170jähriges Bestehen
Diakonissenanstalt Dresden wird Mehrheitsgesellschafterin der Evangelischen Behindertenhilfe Dresden

Die Gesellschafteranteile der Evangelischen Behindertenhilfe Dresden und Umland gGmbH (EBD) verändern sich zum 1. Januar 2014.  Die EBD gehört wieder mehrheitlich zur Diakonissenanstalt. Um die enge Zusammenarbeit in Zukunft optimal gestalten zu können, wird Dr. Matthias Schröter, Vorstandsmitglied der Diakonissenanstalt Dresden, in die Geschäftsleitung der EBD berufen.

2015 - Diakonissenanstalt Dresden übernimmt Betriebsführung des Krankenhauses Emmaus Niesky

Das bisher von der Diakonissenanstalt Emmaus Niesky betriebene Krankenhaus wird als Haus der Grund- und Regelversorgung weitergeführt, die Diakonissenanstalt Dresden beabsichtigt jedoch mittelfristig sowohl das operative Leistungsspektrum als auch die ambulanten Angebote auszubauen. Die Expertise des Diakonissenkrankenhauses Dresden – etwa die zertifizierten Organkrebszentren – wird der Bevölkerung der Region leichter zugänglich sein. Die beiden diakonischen Häuser des Kaiserswerther Verbandes arbeiten bereits seit Jahrzehnten eng zusammen.

Als Bestandteil des Krankenhauses vollzieht auch die Medizinische Berufsfachschule Niesky den Trägerwechsel mit. Sie bleibt als Mitglied des Ausbildungsverbundes am Standort Niesky erhalten.

2016 Eröffnung des neuen Parkhauses am Diako und Else-Freier-Hauses

An der Stelle des alten Marthahauses ist ein Parkhaus mit mehr als 160 Stellplätzen für Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Krankenhauses sowie ein damit verbundenes Bürogebäude für die Verwaltung und für den Vorstand der Diakonissenanstalt Dresden entstanden. Das neue Verwaltungsgebäude ist nach der Diakonisse Else Freier benannt.