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Aktuelles

Hier erfahren Sie Neuigkeiten und aktuelle Termine aus dem Diakonissenkrankenhaus, den Berufsfachschulen, der DIAKO Seniorenhilfe, dem Dienstleistungsbereich und aus dem Mutterhaus. Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.
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03.03.2015„Muslime sind unseren wichtigsten Partner im Kampf gegen Islamismus.“

Der Weltanschauungsbeauftragte der evangelischen Kirche sieht durch Pegida die Integration von Muslimen bedroht

Pegida sieht christliche Werte bedroht und fühlt sich selbst dazu berufen, diese zu verteidigen. Vertreter der Kirchen wehren sich gegen diese Vereinnahmung von Religion und beziehen Gegenposition.  So auch Dr. Harald Lamprecht, der vergangene Woche von der Diakonissenanstalt Dresden eingeladen worden war, um über das Thema „Christliche Werte und Pegida“ zu referieren. Der Beauftragte für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Evangelischen-Lutherischen Landeskirche Sachsen zeigte die Widersprüche einer Bewegung auf, die immer noch tausende Menschen in Dresden auf die Straße bringt.
So begründet Harald Lamprecht seine Kritik an Pegida mit christlichen Werten – auf die sich auch Pegida beruft. Die Nächstenliebe etwa sei eines der wesentlichen christlichen Merkmale – ein Merkmal, dass sich mit der teils rassistischen Propaganda der montäglichen Demonstrationen nicht vereinbaren lässt.
Gegen den Vorwurf des Rassismus wehren sich die sogenannten Islamkritiker eifrig. Und tatsächlich ist für Lamprecht die Motivation der Demonstranten sehr unterschiedlich, weshalb der Begriff „Islamkritiker“ für ihn in die Irre führt. Angst vor Fremden, vor Krieg, Politikverdrossenheit, Medienkritik – Pegida ist zum Sammelbecken für Unzufriedene geworden, egal, aus welchen Grund man Unzufrieden ist. Die Teilnehmer seien zwar größtenteils keine Neonazis. Im Gegensatz zum gemäßigten Positionspapier entsprechen die Äußerungen der Redner aber oft bis auf den Wortlaut denen der NPD. Auch die Stigmatisierung einer ganzen Religion sei eindeutig rassistisch.
Doch Pegida kann selbst für Probleme, die berechtigt sein mögen, keine Lösungsvorschläge liefern. So spielt laut Harald Lamprecht die Ausgrenzung und Ablehnung von Muslimen den radikalen Islamisten in die Karten. „Die Muslime sind unsere wichtigsten Partner im Kampf gegen Islamismus, die“, fordert Lamprecht, „müssen wir gewinnen.“ Da es in Sachsen noch keine Integrationsprobleme gäbe, könne man gerade hier das Zusammenleben positiv gestalten. Diese Chance drohe durch Pegida verspielt zu werden. Pegida bedroht damit genau die Werte, die es verteidigen möchte. „Denn wo“, fragt Lamprecht, „bleibt bei all den Hass, den Pegida schürt, unsere abendländische Kultur?“