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23.01.2026Vertrag zur Übernahme des Nieskyer Krankenhauses unterzeichnet

Diakoniestiftung in Sachsen will das Krankenhaus Emmaus übernehmen und mit dem Orthopädischen Zentrum Rothenburg fusionieren

Die Diakonissenanstalt Dresden und die Diakoniestiftung in Sachsen haben den Vertrag zur Übernahme des Krankenhauses Emmaus Niesky unterschrieben. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Gespräche mit allen Beteiligten verliefen zielstrebig und sachorientiert. Damit steuern das Orthopädische Zentrum Rothenburg und das Krankenhaus Emmaus Niesky eine gemeinsame Zukunft an. Die Diakoniestiftung in Sachsen – unter anderem Betreiber des Orthopädischen Zentrums – übernimmt die Betriebsführung der neuen Einrichtung. 

„Das Krankenhaus Emmaus Niesky blickt auf eine 160-jährige Tradition zurück“, sagt Oberin S. Esther Selle. Die Vorständin für Bildung und Pflege der Diakonissenanstalt Dresden betont: „Diese Geschichte verpflichtet uns in besonderer Weise. Das Krankenhaus Emmaus war stets ein diakonisches Krankenhaus, wovon Mitarbeitende und Patient*innen profitieren. Mit der Diakoniestiftung verbindet uns ein gemeinsames Werteverständnis. Deshalb freuen wir uns sehr, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

Für Roberto Schimana, Vorstand der Diakoniestiftung in Sachsen, ist es durch die Fusion der beiden Krankenhäuser möglich, eine sichere Perspektive für Mitarbeitende und die Bevölkerung zu schaffen: „In einer Zeit voller Unsicherheiten für Krankenhäuser schaffen wir Sicherheit für die Zukunft. Wir schaffen verbindliche Strukturen, die beide diakonische Standorte erhalten. Wir schaffen Verlässlichkeit für Arbeitsplätze und eine stabile und fachlich exzellente Versorgungssituation für die Menschen in der Lausitz.“

Vertrag schafft Grundlage für eine langfristige Perspektive

Auch auf operativer Ebene sei damit eine tragfähige Grundlage geschaffen worden. Dr. Matthias Schröter, Kaufmännischer Vorstand der Diakonissenanstalt Dresden, hebt die Bedeutung des nun geschlossenen Vertrags hervor: „In den vergangenen Jahren haben wir das Nieskyer Krankenhaus fachlich und baulich weiterentwickelt, uns auf viele gesundheitspolitische Anforderungen eingestellt und das Haus damit zukunftssicher aufgestellt.“ Die nun vereinbarte Übernahme ist das Ergebnis sehr konstruktiver und vertrauensvoller Gespräche. „Sie schafft die Grundlage, um das Krankenhaus Emmaus als Teil der medizinischen Infrastruktur zu erhalten und den Erfolg langfristig zu sichern.“

Dennoch ist die Vertragsunterzeichnung nur ein Zwischenschritt. Wichtige Fragen zur Zukunft des neuen gemeinsamen Klinikums müssen noch beantwortet werden. Insbesondere stehen verbindliche Entscheidungen des Krankenhausplanungsausschusses zur zukünftigen Einordnung der Klinik und zum Umfang der Leistungsgruppen aus. „Die Gespräche mit dem Sozialministerium, den Kostenträgern und anderen am Prozess beteiligten Institutionen verlaufen positiv und zielorientiert“, sagt Andreas Weigel, Beauftragter des Vorstandes der Diakoniestiftung in Sachsen. „Für mich ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“

Leistungen bleiben erhalten und werden ausgebaut

Die Diakoniestiftung in Sachsen möchte beide Standorte weiterentwickeln. Für Niesky bedeutet das: Die bisherigen Angebote der Regelversorgung für die Bevölkerung des Landkreises bleiben vollständig erhalten. Zusätzlich sollen die spezialisierten Leistungen des Orthopädischen Fachkrankenhauses schrittweise nach Niesky verlagert werden. Dafür ist eine Erweiterung der Kapazitäten vorgesehen. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Notfallversorgung am Standort. Darüber hinaus behält das Krankenhaus Emmaus seine Pflegeschule und baut sie weiter aus – ein wichtiges Signal für Ausbildung und Fachkräftesicherung in der Region.

Während in Niesky damit eine „Fachklinik Plus“ entstehen soll, bleibt auch der Standort in Rothenburg dauerhaft bestehen. Dort werden insbesondere die ambulanten Angebote weiter gestärkt. Geplant ist unter anderem der Ausbau der Reha-Klinik. Darüber hinaus betreiben die Träger in Niesky und Rothenburg Medizinische Versorgungszentren mit zahlreichen Facharztsprechstunden, die ebenfalls erhalten bleiben. Der Bereich des ambulanten Operierens soll sogar deutlich ausgebaut werden.