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26.11.2021Zur aktuellen Situation im Diakonissenkrankenhaus Dresden

(aktualisiert am 26.11.2021)

Kapazitäten für Covid-Patient*innen

Die Belegung der Krankenhäuser mit Corona-Patient*innen steigt in einer rasanten Geschwindigkeit an. Die Zahl der behandlungsbedürftigen Menschen erhöht sich derzeit noch schneller, als viele Prognosen befürchten ließen. Mit einem Stufenplan passen wir unsere Kapazitäten jeweils kurzfristig an die aktuelle Situation an. Zur Zeit halten wir im Diakonissenkrankenhaus 30 Betten für Covid-Patient*innen bereit, die nicht intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Für intensivplfichtige Covid-Patient*innen stellen wir 4 Betten in einem baulich abgetrennten Bereich unserer Intensivstation zur Verfügung. Die Betten, die wir für die Versorgung von Corona-Patient*innen vorhalten, sind fast immer vollständig belegt. So wie wir die Kapazitäten erweitern, werden diese in der Regel auch genutzt.

Weitere Entwicklung

In den kommenden Tagen wird die Zahl von Menschen, die mit einer Covid19-Infektion behandelt werden müssen, noch weiter ansteigen. Wir haben uns darauf vorbereitet, unsere Kapazitäten erhöhen zu müssen. Allerdings ist damit auch eine weitere Reduzierung anderer Eingriffe notwendig. Schon jetzt stehen im Diakonissenkrankenhaus vier von insgesamt neun Stationen nicht mehr für den Normalbetrieb zur Verfügung, da sie mit Covid-Patient*innen belegt sind oder zu deren Versorgung zusätzlich geschlossen werden mussten. Dem gegenüber betreiben wir neben der Intensivstation und der Geburtshilfe nur noch drei Stationen für Nicht-Covid-Fälle. Diese sind folglich fachübergreifend belegt.

All unsere Anstrengungen sind darauf ausgerichtet, auch in den kommenden Wochen eine optimale Behandlung von Covid-Patient*innen, onkologischen Patient*innen, Geburten und Notfällen sicherzustellen sowie unsere Mitarbeiter*innen vor andauernder Überforderung zu schützen. Wenn Eingriffe verschoben werden müssen, geschieht das in Absprache mit den Patient*innen. Jede verschobene medizinische Maßnahme ist eine ärztliche Einzelfallentscheidung.

Prof. Dr. Jens-Uwe Erk, Medizinischer Direktor: "Dank der Koordination der Uniklinik über das Covid-Netzwerk ist die Versorgung von Patient*innen auch während einer Ausnahmesituation wie der jetzigen sichergestellt. Wir gehen davon aus, dass wir auch in den kommenden Wochen eine stabile und professionelle Covid-Versorgung und Behandlung aller Notfälle sicherstellen können. Darüber hinaus ist allerdings jede Krankenhausbehandlung medizinisch notwendig – auch die planbaren Eingriffe, von denen wir zurzeit die meisten verschieben müssen. Dass wir derzeit viele Menschen, die nicht lebensbedrohlich aber dennoch ernsthaft erkrankt sind, nicht behandelt können, belastet unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich. Daher bitten wir alle, die das noch nicht getan haben: Lassen Sie sich impfen. Helfen Sie damit sich selber und den Mitarbeitern unserer Krankenhäuser – damit wir auch zukünftig für alle da sein können, die medizinische Hilfe benötigen."

Personalsituation

Im Normalbetrieb ist laut Pflegeuntergrenzengesetz während der Tagschicht eine Pflegekraft für maximal zehn Patient*innen da. Der Pflegeaufwand für Corona-Patient*innen ist deutlich größer. Auch wenn diese nicht intensivmedizinisch versorgt werden müssen, kümmert sich im Covid-Bereich des Diakonissenkrankenhauses eine Pflegekraft etwa um 5 Patient*innen. Mit jeder Erweiterung der Anzahl an Covid-Betten reduzieren wir daher zusätzlich Leistungen. Dadurch verfügen wir über genügend Personal, um jede Patient*in zu jedem Zeitpunkt gut versorgen zu können.

Michael Junge, Pflegedirektor: "Die Lage in unseren Krankenhäusern ist angespannt. Wir brauchen eine noch größere Solidarität der Menschen um die vor uns stehende Anstrengung gut bewältigen zu können. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Menschen impfen lassen, wenn noch nicht geschehen und Kontakte spürbar reduzieren. Nur so kann die vor uns, und insbesondere den Pflegenden, liegende Zeit überhaupt geleistet werden. Jeder Geimpfte reduziert die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken und im Krankenhaus behandelt werden zu müssen sehr deutlich und hilft damit den Pflegenden ganz direkt."

Unsere aktuellen Schutzmaßnahmen

Besuche dürfen unsere Patient*innen bis auf Weiteres leider nicht mehr empfangen. Ausnahmen gelten für palliative und schwerkranke Patient*innen.

Stationäre Patient*innen testen wir zu Beginn ihres Aufenthaltes im Haus auf SARS-CoV-2. Unmittelbar nach der Aufnahme an der Rezeption führt dort ein Team bei allen, die mit einem Termin in unser Haus kommen, den Test durch. Menschen die als Notfall aufgenommen werden, testen unsere Mitarbeiter*innen während des Aufenthaltes in der Notaufnahme. Zur Sicherheit der uns anvertrauten Menschen und unseres Personals führen wir anschließend bei allen Patient*innen ein regelmäßiges Screening durch.

Für ambulante und Sprechstunden-Patient*innen gilt die 3G-Regel: Ambulante und Sprechstunden-Patient*innen müssen eine Impfung bzw. eine maximal sechs Monate zurückliegende Genesung nachweisen oder einen tagesaktuellen Negativtest mitbringen. (Antigentest maximal 24 Stunden alt oder einen PCR-Test maximal 48 Stunden alt)

Werdenden Müttern darf während der Entbindung auch in Zeiten von Corona eine Begleitperson zur Seite stehen, für diese gilt die 3G-Regel und wir erfassen den Kontakt. Nach der Entbindung ist der Besuch auf der Wochenstation zur Zeit leider nicht möglich.

Diese Maßnahmen setzen wir zum Schutz der uns anvertrauten Menschen und unseren Mitarbeiter*innen um. Unser wichtigstes Ziel ist es, weiterhin unseren Versorgungsauftrag für die Bevölkerung nachkommen zu können.