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28.11.2019Neu belebte Tradition der Paramentenwerkstatt

Die Christophoruskirche in Laubegast erhält am 2. Advent eigens für sie gewebte Paramente.

Am 8. Dezember hat die Paramentikerin des Diakonissenhauses, Maria Selle, während des Gottesdienstes die in der Farbe Violett gefertigten Textilien für Altar und Lesepult an Pfarrer Matthias Schille übergeben. Die in Gobelin-Technik gewebten Paramente sind Unikate und nach Entwürfen von Maria Selle und Renate Jaeger gestaltet. Sie sind Teil gottesdienstlicher Kultur und festlicher Verehrung Gottes und gehören als wichtiges optisches Element zu den Gottesdiensten.

Paramente sind Textilien, die in christlichen Kirchen die Gottesdiensträume schmücken und sich zumeist an den Farben des Kirchenjahres orientieren. Als Kirchenausstattung dienen u. a. die Paramente am Altar, an der Kanzel und am Lesepult. Maria Selle entwickelt die Paramente als Unikate in engem Austausch mit den jeweiligen Kirchengemeinden. Bei der Entstehung eines Paraments, das in Gestaltung und Farbe auf den speziellen Kirchenraum abgestimmt ist, ist ein gutes Zusammenspiel von Gemeinde und Paramentikerin wichtig. Kenntnisse um Liturgie, Kirchenjahr und Kunstgeschichte bilden die Grundlage für die passende Gestaltung.

Die violette Farbe steht im Kirchenjahr im Advent und in der Passionszeit für den Übergang und die Verwandlung. Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Leuben hat für ihre Christophoruskirche in Laubegast mit den violetten Paramenten die Ausstattung für alle vier Paramentenfarben im Kirchenjahr komplettiert. Gut sichtbar an Lesepult und Altar aufgehängt laden die Paramente in der modernen Kirche in Laubegast zum Nachdenken und Meditieren über den jeweiligen Abschnitt des Kirchenjahres ein.



Pfarrer Schille und Maria Selle bei der Übergabe der Paramente während des Gottesdienstes am 2. Advent

Die im Jahr 1866 gegründete Paramentenwerkstatt der Diakonissenanstalt war zwischenzeitlich geschlossen. 2017 wurde sie wieder eröffnet und Maria Selle ist seitdem für verschiedene Kirchengemeinden tätig. Als ihren ersten Auftrag gestaltete sie ein Parament zum 150jährigen Jubiläum des Diakonischen Werkes in Sachsen. Die Diakonissenschwesternschaft und der Vorstand der Diakonissenanstalt freuen sich sehr darüber, dass die alte Tradition der Paramentik wieder fortgeführt wird.