Notaufnahme Dresden 0351/810-1708
Notaufnahme Niesky 03588/264-0

 

Geschichte

Das Diakonissenkrankenhaus ist eines der ältesten Krankenhäuser der Stadt mit einer langen Tradition in medizinischer Behandlung, Pflege und Pflegeausbildung und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.
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Notaufnahme Niesky 03588/264-0

Geschichte

Das Diakonissenkrankenhaus ist eines der ältesten Krankenhäuser der Stadt mit einer langen Tradition in medizinischer Behandlung, Pflege und Pflegeausbildung und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

1844 – Gründung der Diakonissenanstalt

Am 19. Mai 1844 wird in der Dresdner Neustadt, Böhmische Gasse 30, mit zwei Diakonissen aus Kaiserswerth eine kleine Pflegeeinrichtung mit sechs Pflegebetten eröffnet. Die Diakonissen stammen aus der ersten, von Pastor Theodor Fliedner und seiner Frau gegründeten Diakonissenanstalt in Kaiserswerth bei Düsseldorf.

1846 – Umzug auf das heutige Gelände

Schnell wird deutlich, dass die Räumlichkeiten zu klein sind. Bereits am 3. Oktober1846 können die Schwestern auf das Gelände zwischen Bautzner Straße und Holzhofgasse umziehen.

1893 – Einweihung des Diakonissenkrankenhauses

Das für damalige Verhältnisse äußerst moderne Krankenhaus öffnet mit 200 Betten an seinem jetzigen Standort die Türen.

1927 – Eröffnung der staatlich anerkannten Krankenpflegeschule

Schon seit Gründung des Hauses bilden die Diakonissen den eigenen Pflegenachwuchs aus. Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Krankenpflegegesetz in Deutschland herausgegeben wird, bildet dieses ab 1927 die Grundlage für die staatlich anerkannte Krankenpflegeausbildung.

1945 – Bombardierung Dresdens

Das seit 1939 als Reservelazarett genutzte Diakonissenkrankenhaus wird am 13. Februar 1945 zu zwei Dritteln zerstört. Dabei kommt niemand um - die Keller halten Stand. Anschließend kann dort auch notdürftig weiter gearbeitet werden.

Wiederaufbau des Krankenhauses

1945 beginnt der Wiederaufbau zunächst nur in dem Rahmen, wie die Diakonissen ihn selbstständig bewältigen können. Angestoßen von der Kathedrale in Coventry, die in Dresden ein „Zeichen der Versöhnung“ setzen will, wird 1965 der Grundstein für den Wiederaufbau der völlig zerstörten Teile des Krankenhauses gelegt.

Durch den Einsatz junger Leute aus England und von der Aktion Sühnezeichen in Deutschland wird mit der Enttrümmerung und anschließendem Aufbau eines zerstörten Krankenhaus-Traktes begonnen. Als Zeichen der Versöhnung erhält die Diakonissenanstalt am 9. September 1965 das Nagelkreuz von Coventry. In weiteren Etappen werden die zerstörten Teile des Krankenhauses wieder aufgebaut. Erst 1991 können die letzten Ruinen aus dem 2.Weltkrieg beseitigt werden.

1998 – Einweihung des Erweiterungsbaus am Krankenhaus

In dem 1996 bis 1998 errichteten Neubau werden vier moderne Operationssäle, die Funktionsdiagnostik der Inneren Abteilung, die Funktionsdiagnostik der Urologie, die Endoskopie sowie zwei Bettenstationen untergebracht. Die zum Haus gehörende Krankenpflegeschule findet außerdem ihren Platz im Dachgeschoss dieses Gebäudeteiles. 1999 wird das neue Zentral-Labor eingeweiht.

2001 bis 2005 – Erneuerung des Krankenhaus-Altbaus

Der 1893 eingeweihte Altbau des Diakonissenkrankenhauses wird in den Jahren 2001bis 2005 grundlegend modernisiert, dazu zählen u. a. die neue Intensivstation, Stationen der Inneren Medizin und Chirurgie sowie die Krankenhauskapelle.

2002 – Umfangreiche Hochwasserschäden am Diakonissenkrankenhaus

Während des Hochwassers der Elbe im August 2002 muss das Diakonissenkrankenhaus evakuiert werden. Die gesamte Krankenhaustechnik im Keller sowie Funktionsbereiche im Erdgeschoss werden überflutet und zerstört. Nach wenigen Tagen können der vollständige Betrieb wieder aufgenommen und die Schäden in den folgenden Monaten beseitigt werden.

2003 – Eröffnung des Bauchzentrums

Im Bauchzentrum arbeiten auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes spezialisierte Internisten und Chirurgen fachübergreifend zusammen.

2004 – Etablierung des Brustzentrums

Das Brustzentrum wird im Jahr 2004 in Zusammenarbeit mit dem Universitätskrebszentrum (UCC), anderen Dresdner Krankenhäusern sowie niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten etabliert und zertifiziert.

2005 - Qualitätssiegel für das Bauchzentrum

Die Frauenklinik ist als fester Standort des Brustzentrums am Universitäts-Krebs-Zentrum (UUC) etabliert. Die Sanierung des Diakonissenkrankenhauses ist weitestgehend abgeschlossen.

2006 - Zertifizierung des Krankenhauses

Im Jahr 2006 wird das gesamte Krankenhaus nach KTQ und proCum Cert zertifiziert und im Jahr 2009 als erstes Krankenhaus Deutschlands nach den Richtlinien der DIN EN ISO 9001 und proCum Cert zertifiziert. 2012 erfolgt die erfolgreiche Re-Zertifizierung.

2011 - Zertifiziertes Darmkrebszentrum und neues Patienteninformationszentrum

Ein Teilbereich des Bauchzentrums wird durch die OnkoZert im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft als erstes Darmkrebszentrum mit dem Zusatzmodul Pankreaskarzinomzentrum in Dresden zertifiziert.

Der Träger des Diakonissenkrankenhauses richtet das erste Patienteninformationszentrum in Dresden ein. Patienten und Angehörige erhalten in Kooperation mit verschiedenen Krankenkassen kostenlose Beratung und Informationen.

2012 - Ein Jahr im Zeichen der erfolgreich abgeschlossenen Baumaßnahmen

Erweiterung des Leistungsspektrums: Eröffnung des Ambulanten Zentrums "Erna Walther Haus"

Im Ambulanten Zentrum "Erna Walther Haus" befinden sich seit Februar 2012 der Ambulante OP-Bereich des Diakonissenkrankenhauses sowie die Gemeinschaftspraxis für Onkologie und Hämatologie Freiberg-Richter und die Gastroenterologische Praxis Dr. Frach.

Neue Palliativstation in der Klinik für Innere Medizin

Fünf ausreichend große und wohnlich eingerichtete Patientenzimmer, eine Wohnküche, ein Schwesternzimmer und ein Besprechungsraum bilden auf der Palliativstation eine Einheit, die den Bedürfnissen von schwerstkranken Patienten und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase gerecht wird.

Neubau der Interdisziplinären Notaufnahme

Am 19. November 2012 geht die neue interdisziplinäre Notaufnahme am Diakonissenkrankenhaus in Betrieb. Die medizinische Notfallversorgung der Patienten erfolgt in einem modernen Neubau, der an das denkmalgeschützte Gebäude des Krankenhauses angeschlossen ist und sich neben dem Eingang
zur alten Notaufnahme befindet.

2013 - Auszeichnungen der medizinischen Qualität und ein Jubiläum

Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet Prostatakarzinomzentrum aus

Das Prostatakarzinomzentrum als Teilbereich der Klinik für Urologie wird im März 2013 erfolgreich durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert.

Die Geburtshilfe wird als "Babyfreundlich" ausgezeichnet

Von der WHO/UNICEF-Initiative erhält die Geburtshilfe in der Frauenklinik des Diakonissenkrankenhauses im September das Qualitätssiegel "Babyfreundlich".

Das Diakonissenkrankenhaus feiert 120jähriges Bestehen

2015 - Diakonissenanstalt Dresden übernimmt Betriebsführung des Krankenhauses Emmaus Niesky

Das bisher von der Diakonissenanstalt Emmaus Niesky betriebene Krankenhaus wird als Haus der Grund- und Regelversorgung weitergeführt, die Diakonissenanstalt Dresden beabsichtigt jedoch mittelfristig sowohl das operative Leistungsspektrum als auch die ambulanten Angebote auszubauen. Die Expertise des Diakonissenkrankenhauses Dresden – etwa die zertifizierten Organkrebszentren – wird der Bevölkerung der Region leichter zugänglich sein. Die beiden diakonischen Häuser des Kaiserswerther Verbandes arbeiten bereits seit Jahrzehnten eng zusammen.

Als Bestandteil des Krankenhauses vollzieht auch die Medizinische Berufsfachschule Niesky den Trägerwechsel mit. Sie bleibt als Mitglied des Ausbildungsverbundes am Standort Niesky erhalten.

2016 Eröffnung des neuen Parkhauses am Diako und Else-Freier-Hauses

An der Stelle des alten Marthahauses ist ein Parkhaus mit mehr als 160 Stellplätzen für Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Krankenhauses sowie ein damit verbundenes Bürogebäude für die Verwaltung und für den Vorstand der Diakonissenanstalt Dresden entstanden. Das neue Verwaltungsgebäude ist nach der Diakonisse Else Freier benannt.