Notaufnahme Dresden 0351/810-1708
Notaufnahme Niesky 03588/264-0

 

Leistungsspektrum

In der Klinik für Gynäkologie werden neben minimal invasiven Eingriffen alle gängigen Operationen bei gut- und bösartigen Neubildungen der weiblichen Unterleibsorgane angeboten. Zusätzlich betreuen wir mit unserer urologischen Abteilung Patientinnen mit Senkungs- und Harninkontinenzproblemen.
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Leistungsspektrum

In der Klinik für Gynäkologie werden neben minimal invasiven Eingriffen alle gängigen Operationen bei gut- und bösartigen Neubildungen der weiblichen Unterleibsorgane angeboten. Zusätzlich betreuen wir mit unserer urologischen Abteilung Patientinnen mit Senkungs- und Harninkontinenzproblemen.

Operatives Leistungsspektrum

Kleine gynäkologische Eingriffe

  • Operative Hysteroskopie bei Polypen,
    submukösen Myomen und zur Endometriumablation
    sowie Septumresektion
  • Hysteroskopie und fraktionierte Kürettage
  • Konisation bzw. Portio-PE und Lasertherapie
  • Abortkürettage

Laparoskopie/Bauchspiegelung

  • Tubenkoagulation und Durchtrennung/Sterilisation
  • Exzision von Endometrioseherden
  • Myomenukleation
  • Eierstock- und Eileiterchirurgie
  • Eingriffe im Rahmen der Kinderwunschbehandlung
  • LASH/LAVH/TLH (Gebärmutterteilentfernung oder Gebärmutterentfernung)
  • Laparoskopische Lymphknotenentfernung

Allgemeine Gynäkologie, Karzinomchirurgie

  • Abdominale/vaginale Gebärmutterentfernung mit/ohne
    Eierstöcke/Eileiter
  • Endometriosechirurgie
  • Lymphknotenentfernung pelvin, paraaortal und inguinal
  • Entfernung des äußeren Genitale

Mamma-Chirurgie

Probeentnahmen durch:

  • Stanznadelbiopsie
  • Vakuumstanzbiopsie
  • Gewebeexzision, ggf. nach sonographischer oder stereotaktischer Röntgenmarkierung (auch ambulant)

Minimalinvasive Chirurgie

Endoskopische Operationstechniken haben in der Gynäkologie einen hohen Stellenwert erreicht. So wird inzwischen die Mehrzahl der gynäkologischen Operationen über den endoskopischen Zugang ausgeführt. Dies hat für die Patientin den nachgewiesenen Vorteil noch günstigerer postoperativer Verläufe mit geringen postoperativen Schmerzen und verkürzter operativer Liegezeit.

Aus dem Repertoire der heute möglichen Endoskopieeingriffe bieten speziell qualifizierte Operateure in unserer Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe mit einem MIC-II-Zertifikat  z. B. die folgenden Operationstypen an:

  • Endoskopische Entfernung der Gebärmutter (LASH, TLH)
  • Myomenukleationen
  • Lymphknotenentfernung (pelvine und paraaortale Lymphonodektomie)
  • Endoskopische Resektion der rektovaginalen Endometriose
  • Suspensionsoperationen
  • Organerhaltende Entfernung von Ovarialtumoren (endoskopisches Ausschälen der Befunde)
  • Organerhaltende Operation bei Tubargravidität

Außerdem werden hysteroskopische Eingriffe (Spiegelung der Gebärmutter) durchgeführt, und zwar zur Entfernung von Myomen und Polypen sowie Septen in der Gebärmutter. Das operative Spektrum wird komplettiert durch die hysteroskopische Endometriumablation (Entfernung der Gebärmutterschleimhaut) und das Lösen von intrauterinen Verwachsungen.

Endometriosebehandlung

Endometriose gibt der Medizin noch viele Rätsel auf. Die Ursachen sind bisher nur teilweise geklärt. Bekannt ist aber, dass etwa jede 10. Frau Endometriose hat. Bei der Endometriose wachsen Zellen am „falschen Ort“, zumeist im Bauchraum. Sie rufen zyklusabhängig Entzündungen hervor. Diese verursachen starke Schmerzen. Außerdem können Zysten entstehen. Häufig ist die Endometriose auch ein Grund dafür, dass ein Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht.

Endometriose ist nicht ansteckend. Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die individuell abgestimmt werden müssen. Dabei gilt: Je früher, desto besser.

Am Diakonissenkrankenhaus widmen sich ausgewiesene Experten der Endometrioseproblematik. Die Diagnostik erfolgt neben der Ultraschalluntersuchung zumeist über eine Bauchspiegelung. In den meisten Fällen sind Endometrioseherde auch im Rahmen einer operativen Laparoskopie (Bauchspiegelung) zu behandeln, d. h. herauszuschneiden. Bei organübergreifenden Befunden erfolgt, wenn nötig, eine interdisziplinäre Operation in Kooperation von Gynäkologen, Chirurgen und Urologen. Nur selten ist ein Bauchschnitt notwendig. Sind medikamentöse Behandlungsoptionen angezeigt, wird dies im Einzelnen mit den Patientinnen beraten und verordnet. Eine der wesentlichen Aufgaben in unserer Endometriosesprechstunde ist schließlich die Vermittlung folgender Angebote, wenn nötig:

  • Schmerztherapie über speziell ausgebildete Schmerztherapeuten
  • Physiotherapie
  • Vermittlung von Selbsthilfegruppen

Myomerkrankungen der Gebärmutter

Bei ca. 30 bis 40% aller Frauen sind Myome in der Gebärmutter nachweisbar. Diese gutartigen Wucherungen können in manchen Fällen zu Beschwerden führen. Typische Probleme stellen starke Regelblutungen, dadurch verursachte Blutarmut, Druckbeschwerden auf Blase und Darm oder aber auch Unterbauchbeschwerden dar. Auch für Kinderwunschpatientinnen können Myome von Bedeutung sein, da sie insbesondere bei einem Sitz nahe der Gebärmutterhöhle immer wieder auch den Eintritt einer Schwangerschaft zu verhindern in der Lage sind oder zu Fehlgeburten führen.

So lange Myome keine Beschwerden verursachen, brauchen sie auch nicht behandelt zu werden. Ist das jedoch der Fall oder besteht Kinderwunsch, stellt sich die Frage nach einer möglichen Therapie.

In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Diakonissenkrankenhaus führen wir bei Myomen alle möglichen operativen Eingriff mit und ohne Organerhalt durch. Häufig wird auf eine Vorbehandlung mit Medikamenten orientiert. Prinzipiell bevorzugen wir minimal-invasive Verfahren. Bei Wunsch oder Erfordernis eines Organerhaltes kommt die Entfernung der Myome per Bauchspiegelung oder Gebärmutterspiegelung am ehesten in Frage. Bei abgeschlossener Familienplanung stellen die Entfernung der Gebärmutter von der Scheide her oder aber auch die LASH eine Option dar, bei letzterer wird per Bauchspiegelung lediglich der Gebärmutterkörper entfernt.

Verfahren, die seltener zur Anwendung kommen, aber in bestimmten Fällen auch angezeigt sind, verbinden sich mit den Begriffen LAVH (laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie) oder TLH (totale laparoskopische Hysterektomie). Auch die Myomembolisation stellt für manche Patientinnen eine schonende Methode zur Linderung oder Beseitigung von myombedingten Beschwerden dar.

Die Vielzahl der verfügbaren Methoden erfordert eine individuelle Beratung der betroffenen Frauen. Diese sollte jeder Operation voraus gehen. Patientinnen mit myombedingten Beschwerden können sich bei Bedarf in unserer Sprechstunde vorstellen. Die Terminvergabe erfolgt über unser Sekretariat.

Gynäkologische Krebserkrankungen

Die Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen hat im Diakonissenkrankenhaus eine lange Tradition. Wir bieten angefangen bei der Diagnostik über konservative Therapieformen das gesamte Spektrum der heute international empfohlenen operativen Verfahren bei gynäkologischen Krebserkrankungen an. Dazu gehören minimal-invasive Eingriffe z. B. bei Frühstadien des Gebärmutterhalskrebses genau so wie die großen radikalen Tumoroperationen.

Viele Patientinnen müssen heute bei Krebserkrankungen interdisziplinär oder im Rahmen eines Netzwerkes behandelt werden. Auch für diese Fälle sind wir bestens gerüstet. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Fachkollegen des Bauchzentrums und Darmkrebszentrums, aber auch denen der Urologie, bieten wir fachübergreifende Tumoroperationen auf höchstem Niveau an. Notwendige Systembehandlungen wie Chemo- oder Antikörpertherapien werden entweder stationär oder ambulant mit Netzwerkpartnern durchgeführt. Zu letzteren gehört auch das Ärzteteam der Onkologischen Praxis am Diakonissenkrankenhaus, mit denen eine enge Kooperation seit langem etabliert ist.

Urogynäkologie

Als Beckenboden bezeichnen wir verschiedene Muskeln und Gewebe, die unsere Bauchhöhle nach unten begrenzen. Sie halten Harnblase, Genitalorgane und Enddarm in der richtigen Position.

Sind die Muskeln des Beckenbodens geschwächt und überdehnt oder sind Nerven in diesem Gebiet geschädigt, ergeben sich Störungen der Haltefunktion. Dadurch kann es zu unfreiwilligem Harn oder Stuhlverlust, Entleerungsstörungen von Darm oder Blase und Absinken von Harnblase, Gebärmutter, Scheide oder Darm kommen.

Diese Probleme muss man heute nicht mehr hilflos tolerieren, man kann sie behandeln lassen: Speziell ausgebildete Chirurgen, Urologen und Gynäkologen kümmern sich fachübergreifend um entsprechende Patientinnen und Patienten.

Urogynäkologie, Descensus-Chirurgie

  • Isolierte defekt- und symptomorientierte Senkungskorrektur
  • Laparoskopische Hysterosakropexie/Kolposakropexie nach KECKSTEIN   
  • Vaginale Netzinterpositionen (single incision - Technik und konventionell)
  • Fixation des Scheidenendes nach AMREICH - RICHTER 

Inkontinenzeingriffe

  • Behandlung der belastungsabhängigen weiblichen Harninkontinenz durch Harnröhrenstabilisierung mit spannungsfreiem retropubischem Band, transobturatorischem Band, durch adjustierbare Schlingen oder
    durch Minischlinge
  • Paraurethrale Injektionen mit BULKAMID
  • Abdominale Kolposuspension nach BURCH

Integrative Medizin bei Mammakarzinom und gynäkologischen Tumoren

Die westliche Medizin sah den Körper lange als eine Zusammensetzung von einzelnen Teilen, die jeweils einzeln unabhängig vom Ganzen bewertet werden könnten. Krankheit wurde als Versagen eines Körperteils gesehen oder als Effekt von externen Faktoren wie beispielsweise Krankheitserregern. Die meisten alternativen Medizinsysteme sehen den Körper dagegen als ein komplexes Ganzes: Gesundheit tritt dann ein, wenn alle Teile des Körpers normal funktionieren. Ziel der Medizin muss es daher sein, den Körper als Ganzes in seiner normalen Balance wieder herzustellen.

Im Rahmen der Diskussion um diese beiden Konzepte wurden wir in den letzten Jahren nun mit dem Begriff der „Mind-Body-Medizin“ konfrontiert. Diese so genannte integrative Medizin kombiniert beides miteinander, sie stabilisiert die Selbstregulation des Menschen, um die medizinisch notwendige Behandlung positiv zu begleiten. In der Mind-Body-Medizin werden Gesundheit und Wohlbefinden auch mit einem dreibeinigen Schemel verglichen: ein Bein sind die Medikamente, ein zweites chirurgische Maßnahmen, das dritte persönliche Gesundheitsfürsorge. Hier setzt die Mind-Body-Medizin an. Der Schemel fällt um, wenn eines dieser drei Beine fehlt, erst alle drei zusammen geben Stabilität und Halt.

Die Mind-Body-Medizin integriert also moderne wissenschaftliche Medizin, Psychologie, gute Ernährung und körperliche Betätigung; dies zielt nicht zuletzt auch darauf, die natürlichen Selbstheilungskräfte zu stimulieren. Dabei besteht zunehmend Evidenz, dass dieses Konzept Karzinompatientinnen hinsichtlich der Prognose, in jedem Fall aber hinsichtlich der Lebensqualität zugute kommt.

Auch wir fühlen uns dieser Sichtweise verpflichtet und denken, dass gesundheitsfördernde Potentiale, die in jedem Menschen schlummern, auf verschiedenen Wegen geweckt werden können. Auch die wissenschaftliche Literatur anerkennt in den letzten Jahren, dass beispielsweise fermentierte Weizenkeimextrakte die Wirkung mancher Chemotherapeutika zu verbessern in der Lage sind, Antioxidantien mindern nachweisbar die Nebenwirkungen bei bestimmten Krebstherapien oder fördern deren Verträglichkeit. Weiterhin gilt als bewiesen, dass Massagen physisches Unwohlsein und das Fatigue-Syndrom reduzieren. Sie verbessern Stimmungsschwankungen und bringen Schmerzerleichterungen mit sich.

Soweit es in unseren Kräften steht, sind wir bemüht, unseren Krebspatienten die neuen Erkenntnisse der integrativen Medizin zuteil werden zu lassen. Im Rahmen eines Pilotprojektes haben wir zu diesem Thema einen Informationsflyer erstellt und machen uns ein Bild über den möglichen Nutzen integrativmedizinischer Zusatzangebote über einen Fragebogen an die Patientinnen. Ein Expertenteam berät einmal im Monat über die Angebote und bespricht die Ergebnisse anschließend mit den Patientinnen.

Ambulante Angebote

Eine Tagesklinik für ambulante Operationen steht zur Verfügung. Gleiches gilt für die Durchführung der ambulanten Chemotherapie.

Das Behandlungsangebot im Rahmen unserer operativen Tagesklinik umfasst insbesondere die nachfolgend aufgeführten Eingriffe:

  • Diagnostische Hysteroskopie
  • Fraktionierte Kürettage
  • Abortkürettage
  • Portio-PE und Laservaporisation
  • Konisation (Schlingen- und Messerkonisation)
  • Operative Hysteroskopie mit Entfernung von Polypen, submukösen Myomen und Septumresektion sowie Endometriumablation
  • Gewebeentnahme an der Brust (Fibroadenome oder Zysten)
  • Bauchspiegelungen (diagnostisch oder operativ) mit Eileiterdurchgängigkeitsprüfung

Auch größere Eingriffe (Eierstocksveränderungen oder Gebärmutterentfernung per LASH) können auf Wunsch ambulant erfolgen.