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Aktuelles

Hier erfahren Sie Neuigkeiten und aktuelle Termine aus dem Diakonissenkrankenhaus, den Berufsfachschulen, der DIAKO Seniorenhilfe, dem Dienstleistungsbereich und aus dem Mutterhaus. Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.
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06.07.2015150 Jahre gelebte Zuwendung im Hedwig-Fröhlich-Haus der Diakonissenanstalt Dresden in Radebeul

Die Diakonissenanstalt Dresden feiert am 7. Juli das 150jährige Bestehen der Einrichtung Hedwig-Fröhlich-Haus in Radebeul mit einem Festgottesdienst.

In einem Vortrag zur Geschichte des Hauses erinnert Oberin Schwester Esther Selle, Geschäftsführerin der Einrichtung, an die christliche Tradition und unterschiedliche Nutzung des Hauses.

Ob als Magdalenenasyl für schwer erziehbare Mädchen, als Mädchenheim Kötzschenbroda oder Altenpflegeeinrichtung im Jahr 2015: die hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen Diakonissen und Mitarbeiter haben ihren Schützlingen und Betreuten über die Jahrzehnte hinweg gelebte Zuwendung zukommen lassen.

Das Haus blickt auf eine traditionsreiche und wechselvolle Geschichte zurück. Am 3. Juli 1865 wurde es als Magdalenenasyl der Diakonissenanstalt Dresden eröffnet. Es war eine der ersten Einrichtungen in Deutschland für sogenannte „sittlich gefährdete und schwer erziehbare“ Mädchen. In dem Erziehungsheim wurden bis 1940 rund 1500 Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 40 Jahren aufgenommen. In den Einrichtungen des Magdalenenasyls mit Bäckerei, Wäscherei, Feldwirtschaft und Tierhaltung erhielten sie die Möglichkeit, hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu erlernen. Nach dem Aufenthalt wurden sie, wenn möglich, als Dienstmädchen oder Haushalthilfe vermittelt.

Der Dresdner Architekt Willi Tröger erweiterte und modernisierte das Haus im Jahr 1927. Insgesamt fanden 86 Mädchen eine Unterkunft in der Einrichtung, die 1933 in „Mädchenheim Kötzschenbroda“ umbenannt wurde. Im Jahr 1939 wurde das Heim in Erinnerung an die Frau des ersten Rektors der Diakonissenanstalt in „Hedwig-Fröhlich-Haus“ umbenannt. Im Jahr 1940 mussten auf Veranlassung der Nationalsozialisten in Deutschland alle christlichen Ausbildungsstätten geschlossen werden. Nach der Nutzung des Hauses als Lazarett im 2. Weltkrieg diente es dann bis 1985 als Altenpflegeheim für die Diakonissen. Danach wurde die Einrichtung für Frauen und Männer geöffnet.

Anfang der 90iger Jahre war eine Komplettsanierung erforderlich. Die Sanierung wie auch die bauliche Erweiterung wurden mithilfe der Diakonie Stadtmission Dresden finanziert. Am 5. Dezember 2002 wurde das Hedwig-Fröhlich-Haus in seiner heutigen Form mit 74 vollstationären Pflegeplätzen eingeweiht.

Seither ist das Haus, das seit 2009 unter dem Dach der Diako Seniorenhilfe GmbH firmiert, bei einer Belegung von knapp 100% nicht mehr aus der Radebeuler Pflegelandschaft wegzudenken. Seinen sehr guten Ruf verdankt es nicht nur der äußerst engagierten Arbeit des Pflege- und Betreuungspersonals, sondern auch der qualitativ hochwertigen Pflege. Dank der engen Anbindung an das Diakonissenkrankenhaus und die Berufsfachschulen für Pflegeberufe bildet sich das Pflegepersonal regelmäßig weiter und wendet neueste Pflegestandards an.