Notaufnahme Dresden 0351/810-1708
Notaufnahme Niesky 03588/264-0

 

Aktuelles

Hier erfahren Sie Neuigkeiten und aktuelle Termine aus dem Diakonissenkrankenhaus, den Berufsfachschulen, der DIAKO Seniorenhilfe, dem Dienstleistungsbereich und aus dem Mutterhaus. Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.
Notaufnahme Dresden 0351/810-1708
Notaufnahme Niesky 03588/264-0

Aktuelles

Hier erfahren Sie Neuigkeiten und aktuelle Termine aus dem Diakonissenkrankenhaus, den Berufsfachschulen, der DIAKO Seniorenhilfe, dem Dienstleistungsbereich und aus dem Mutterhaus. Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.

10.10.2014„Empathie ist noch keine Pflegeberatung“

Wie geht es nach dem Aufenthalt im Krankenhaus weiter? René Hofmann erklärt Angehören von Pflegebedürftigen, was bei der Rückkehr in die häusliche Umgebung zu beachten ist.

Das Patienteninformationszentrum am Diako präsentiert neue Räume und neue Kurse

Wenn Patienten plötzlich Pflege und Betreuung benötigen, stehen sie vor großen Herausforderungen. Das Diakonissenkrankenhaus Dresden richtete deshalb vor zwei Jahren das Patienteninformationszentrum (PIZ) nach dem Vorbild US-amerikanischer „Ressource Center“ ein. Am Mittwoch präsentierte Pflegedirektor Michael Junge die neugestalteten Räumlichkeiten. Neben der Beratung von Patienten bietet das PIZ erstmalig auch spezielle Kurse für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz.

„Den pflegenden Angehörigen“, so Michael Junge, „fehlt nicht nur die gesellschaftliche Anerkennung, sondern häufig auch die praktische Unterstützung“. Bianca Svoboda stellte zur Eröffnung des neuen PIZ deshalb einen Kurs für Angehörige von Demenzerkrankten vor, den sie eigens für das Diakonissenkrankenhaus entwickelt hatte. Neben der emotionalen Belastung, fordert die häusliche Pflege einen enormen zeitlichen Aufwand. Schon bei einer mittelschweren Demenz liegt der bei vier bis zehn Stunden täglich. „Darunter“, erläuterte Bianca Svoboda, „leiden oft die sozialen Kontakte, die finanzielle Situation, Beruf und Familie der pflegenden Angehörigen“. In zehn Einheiten hilft der neue Pflegekurs, auf diese Herausforderungen Antworten zu finden.

Pflegewissenschaftlerin Bärbel Dangel ging auf die Beratung von Krebspatienten ein. Für das Diakonissenkrankenhaus mit seinen Organkrebszentren stellt die Beratung onkologischer Patienten einen besonderen Fokus und zugleich eine große Herausforderung dar. Denn die Diagnose Krebs, weiß Bärbel Dangel, überfordert fast jeden. In dieser Situation ist eine professionelle Beratung besonders wichtig. „Den Patienten mit Informationen zu überfrachten“, so beschreibt Dangel die Gradwanderung der beratenden Pflegekräfte, „ist genauso falsch, wie einfach nur Händchen zu halten“. Empathie sei eine wichtige Voraussetzung für Pflegeberatung. Aber, so Dangel, „Empathie alleine ist noch keine Pflegeberatung.“

Mit dem PIZ verfügt das Diako über eine in Mitteldeutschland einmalige Institution. Dies würdigte die Charité Berlin, die dem Zentrum 2012 den Friederike & Theodor Fliedner-Preis für innovative Konzepte zur Beratung und Schulung zusprach. Auch Claudia Schöne, Fachbereichsleiterin der AOK PLUS, lobte im Abschlussvortrag das fortschrittliche Konzept und ermunterte das Diako auf seinem Weg der Patientenberatung, die fest in das Pflegekonzept integriert ist.

Die Kosten für die Kurse werden von den Pflegekassen getragen. Die Angebote sind daher für Patienten und Angehörige kostenlos. Auch ein Besuch Zuhause zur Sicherstellung des Beratungserfolgs wird bei Bedarf finanziert. Ebenfalls neu ist die auf das Behandlungsspektrum des Krankenhauses abgestimmte Präsenzbibliothek mit Publikationen für Patienten und Angehörige. Weitere Informationen und das vollständige Kursangebot finden sie hier.